Buchempfehlung: "Alles Geruchssache" von Prof. Dr. Bettina M. Pause

Wissen Sie eigentlich
(und die Fakten stammen aus der Zeit direkt vor der Corona Pandemie):

  • Wie wichtig Ihr Geruchssinn für Sie und die Menschheit ist? Dass Sie besser riechen als ein Hund und es nicht wissen?
    Und dass Ihr Geruchssinn eine Lösung anbietet, gegen die Einsamkeit, weil sozial eingebundene Menschen ihre Nase und somit soziale chemische Informationen effektiver nutzen als einsame Menschen?
  • Dass es in England als einziges Land seit 2018 ein Ministerium für Einsamkeit gibt?
  • Dass der aktuelle Koalitionsvertrag einmal versprach, der »Einsamkeit in allen Altersgruppen vorzubeugen« und »die Vereinsamung zu bekämpfen« - wohl leider weniger aus Nächstenliebe, sondern um hohe Kosten zu minimieren, die Einsamkeitsschäden hervorrufen? Wer einsam ist, ist auch unglücklich! Das wurde beschlossen, weil eine Stellungnahme der Bundesregierung 2019 zu »Einsamkeit und deren Auswirkung auf die öffentliche Gesundheit« gezeigt hat, dass Einsamkeit in Deutschland zunimmt und dass es sich abzeichnet, dass die geburtenstarken Jahrgänge im Alter zu einer sehr einsamen Generation führen, ein Preis, den sie scheinbar für ihre individuelle Lebenshaltung zahlen müssen?
  • Und dass die Bundesregierung genau weiß, dass
    • 10-15 Prozent der Deutschen zeitweise unter Einsamkeit leiden?
    • 20 % der über Fünfundachtzigjährigen unter Einsamkeit leiden?
    • 30 % Prozent der Deutschen verspüren sich zumindest manchmal einsam fühlen
  • Dass Einsamkeit tödlicher als Rauchen ist und wie körperlicher Schmerz wahrgenommen wird?
  • Dass anhaltende Einsamkeit wirkt wie andauernder Stress auf das Herz-Kreislauf-System, den Magen-Darm-Trakt, das Abwehrsystem und sich daraus Erkrankungen wie Bluthochdruck, Magengeschwüre und Krebs entwickeln können?
  • Wer gut riecht, lebt länger!
  • Wen sie gut riechen können, den mögen Sie wirklich!
  • Dass man Tiere trainieren kann, um Krebs-Variationen zu riechen und dass deren Trefferquote nah 100 % ist?

Sollten Sie jetzt neugierig geworden sein, so verweise ich nun sehr gern auf ein hochinteressantes Buch:

Ein Lesebuch aus Philosophie, Kultur und Wissenschaft

Über die Autorinnen

Bettina M. Pause studierte Psychologie an der Universität Kiel und promovierte dort. Zehn Jahre später folgte die Habilitation über den „Zusammenhang von Geruch und Emotionen“. 2005 wurde sie als Professorin für Biologische Psychologie und Sozialpsychologie an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf berufen. In ihrem neuen Buch „Alles Geruchssache“ erklärt die Geruchsforscherin, wie sehr der menschliche Duft mit positiven Wirkungen auf Freundschaften, Liebe, Erfolg und Intelligenz zusammenhängen kann.

Shirley Michaela Seul

Sie begann schon mit 12 Jahren begonnen zu schreiben und wurde seither mit diversen Literaturpreisen ausgezeichnet, sie schreibt auch unter Pseudonymen Romane, Sachbücher, Ratgeber, Biographien, Krimis, Memoires, arbeitet erfolgreich als Ghostwriterin mit einigen Plätzen auf der Bestsellerliste. Sie lebt im Fünfseenland bei München.

 

 Über den Inhalt

In diesem Buch geht es nicht nur um die Nase und die Einsamkeit und diese einzigartige Verknüpfung, sondern auch um wichtige Impulse aus Gesellschaft, Philosophie, Wissenschaft und Zeitgeschichte. Hier vereinen erhellende Erkenntnisse, ausgereifte Argumente und spannende Darlegungen von bekannten Autoren und Autorinnen wie Rolf Dobelli, Ulrich Wickert, Denis Scheck oder Valerie Schönian. Es wird z.B. hinterfragt:

  • Was ist Liebe aus philosophischer Sicht?
  • Wie können wir umweltverträglicher leben?
  • Warum ist der Kampf für Gerechtigkeit wichtiger denn je?
  • Wie können wir die Informationsflut im digitalen Zeitalter meistern?

Ich habe es wegen einer Empfehlung aufgegriffen, es ist als Taschenbuch und Ebook erhältlich. (Bei der Gelegenheit fand ich als Fan von Audiobüchern heraus, dass man sich mit einer Vorleseapp auch helfen kann, zwar ist es eine Computerstimme, doch die werden immer besser!)

Und tatsächlich habe ich mit dem Artikel über den Geruchssinn begonnen, denn dieser hat mich schon mein Leben lang beschäftigt und ich hatte bisher keinen Zugang zu den dazu durchgeführten Studien gefunden. Dabei fiel mir ein, dass ich in meinen 20ern einmal eine ehrgeizige Frau traf, die unbedingt einen reichen Mann mit guten Aufstiegschancen finden wollte. Sie bekam eine Gelegenheit ihn kennenzulernen. Die beiden besuchten mich. Er war ein aufstrebender, gutaussehender junger Jurist und hatte ein schreckliches Problem: er stank unerträglich nach scharfem, durchdringendem Schweiß. Es war eine Krankheit, das Zimmer, in dem er sich aufgehalten hatte, musste ich stundenlang lüften, bis ich es darin wieder aushielt. Sie heiratete ihn und wenig später traf ich sie noch einmal zufällig und plötzlich roch sie spontan an ihrem Blazer und meinte unwillig, der STINKE JA EKELHAFT nach ihrem Mann. Ich erfuhr Jahre später, die beiden blieben verheiratet, hatten 2 Kinder und lebten ein Leben lang getrennt in anderen Ländern, was sich beruflich bei Ihnen gut einrichten ließ! Die Geschichte hatte mich sehr beschäftigt, die Wahl der Frau war mir absolut und vollkommen unverständlich. Meine Nase hätte dieser Lösung niemals zustimmen können. Ich habe mich immer gefragt, ob diese Lösung sie wirklich glücklich gemacht hat? Wie geht es Ihnen, wenn Sie das lesen?

Die Autorinnen HINTERFRAGEN in ihrem Kapitel "ALLES GERUCHSSACHE", wie vernünftig eine Vernunft sein KANN, wenn sie den Körper übersieht, überriecht, überhört... der ihr doch alle Eindrücke vermittelt, über die sich der Mensch Gedanken machen kann, die zu einer ausgewogenen und klugen Entscheidung nötig sind. Ich stimme ihnen zu: Es sind nicht Vernunft oder Intelligenz, die Menschen zu Menschen machen, sondern das Bauchgefühl, und das beginnt u.a. in der Nase. Sie legen sehr glaubhaft dar, wir täten gut daran, unserer Nase zu folgen, denn sie ist ehrlich, belügt uns nicht: wenn wir jemanden nicht riechen können, dann kann uns keine Macht der Welt dazu bringen, das zu ändern! Es könnte also tatsächlich sein, wenn wir alle mehr riechen als denken würden, dass wir dann glücklicher wären. Und es ist sogar wahrscheinlich, dass die Welt insgesamt in einem besseren Zustand wäre!

Die Autorinnen widmen sich vor allem unserer Suche nach Glück, die uns immer mehr beschäftigt. So viele Studien wiesen schon nach, dass der vermeintlich glücksbringende riesenhafte Lottogewinn schon nach kurzer Zeit mehr Sorgen als Glück mit sich bringt, dass der Versuch, Besitz zu schützen und zu vermehren, Ängste und Sorgen mit sich bringt, eben jenen zu verlieren oder nicht erhalten zu können. Nach kurzer Zeit befinden sich überraschend reich gewordene Menschen auf dem gleichen Glücksniveau wie zuvor.

Der größte Glücksgarant ist das "VERLIEBT SEIN" und keine Macht der Welt schafft es, das künstlich zu erzeugen. Und warum gibt es seinen Gegenspieler, den Liebeskummer, der uns zu Tode betrüben kann? Was war das überhaupt genau, Glück? Und warum währte es meistens viel kürzer als das Leid? Gab es eine Möglichkeit, Leid in Nuancen zu minimieren und Glück zu maximieren? Das Ergebnis, dass man dazu am besten seiner Nase folgt, das hätten sie selbst nicht erwartet. 

Es geht um die Ergebnisse der Glücksforschung

Sie zeigen auf, wie die immer intensivere Glücksforschung inzwischen beweist, dass erfüllende menschliche Beziehungen langfristig die wichtigste Bedingung für ein gelungenes Leben sind. Natürlich braucht dies auch gesicherte Verhältnisse und keine existenziellen Sorgen. Wer genug finanzielle Mittel für ein schönes Leben hat, ohne sich ständig mit dessen Verwaltung beschäftigen zu müssen, dem winkt das Glück also am ehesten. Kapitalistische Gesellschaften bauen darauf, dass die Einzelnen möglichst viel und schnell kaufen und konsumieren. Jede Werbung zielt darauf ab, vorzutäuschen, dass der Kauf des entsprechenden Produkts glücklicher machen werde. Doch die glücklichsten Menschen leben erwiesenermaßen nicht in reichen kapitalistischen Ländern, sondern in Ländern, die soziale Sicherheit bieten und in denen gegenseitiger Respekt großgeschrieben wird.

Gemeinsame Erlebnisse mit lieben Menschen können jahrelang wirken.
Freundschaften und zwischenmenschliche
Nähe sind die wichtigsten Garanten für Glück und Gesundheit!

Es ist noch nicht lange beweisbar, dass Riechen und soziale Eingebundenheit aufs Engste zusammenhängen: Menschen, die die Fähigkeit haben, ihre geruchliche Umwelt sehr fein zu erkennen - und dazu gehören natürlich auch menschliche Gerüche - sind sozial verbundener und pflegen deutlich mehr Freundschaften.

Die Folgen der Pandemie und Einsamkeit

Natürlich ist es inzwischen, nach über anderthalb Jahren der Pandemie-Maßnahmen vielen Menschen aufgefallen, wie viel wichtiger ihre engen Beziehungen sind als ihnen vielleicht bewusst war. Gerade deshalb ist mir dieser Artikel so wichtig, er bietet wie einige andere in dem Buch: Wirklich gute Denkanstöße!!! Und nicht nur zu diesem Thema!

Mein Wirkungskreis

Vorort in meiner Praxis
in Schifferstadt

Im Umkreis
Speyer, Ludwigshafen, Mannheim, Limburgerhof, Mutterstadt, Waldsee, Neuhofen, Böhl-Iggelheim, Hassloch

Großraum Rhein-Neckar
Heidelberg, Weinheim, Germersheim, Karlsruhe, Bensheim, Heppenheim, Landau/ Pfalz, Neustadt/Wstr., Grünstadt, Frankental, Worms, Viernheim.

 

 

Heilpraktiker für Psychotherapie
in Schifferstadt auf jameda