Therapie bei Sucht

Hinter jeder Sucht steckt eine Sehnsucht

und zwar die Sucht, sich gut zu fühlen. Abhängigkeit oder Sucht ist deshalb ein nicht unterdrückbares Verlangen nach einem bestimmten guten Erlebniszustand. Diesem Verlangen ist unser logischer Verstand nicht gewachsen. Sucht beeinträchtigt die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und die sozialen Chancen eines Individuums. Süchtig kann ein Mensch nach allem möglichen werden, je nachdem, was ihm seinen Kick verschafft. Und hier geht es immer um positive Gefühle oder die Unterdrückung negativer Gefühle.

Ich habe in meiner Praxis auch mit Alkoholsucht, Arbeitssucht, Drogensucht, Magersucht und Spielsucht zu tun. Manchmal muss ich gerade bei Magersucht (hierzu finden Sie HIER einen gesonderten Artikel), Drogensucht und Alkoholsucht auf eine Klinik verweisen, da ein Entzug oder Überwachung notwendig ist.

Substanzabhängigkeit/Drogensucht/Alkoholsucht

Abhängigkeitspotential besitzen folgende Substanzen

  • Alkohol,
  • Tabak,
  • Coffein,
  • Beruhigungs- und Schlafmittel wie Benzodiazepine oder Barbiturate,
  • flüchtige Lösungsmittel
  • Drogen wie Cannabis, Ecstasy, LSD, Kokain und Heroin.

Manchmal genügt ein einmaliger Konsum. Insbesondere bei jungen Menschen, deren Gehirn noch nicht ganz fertig ausgewachsen ist. Und mehrmaliger Konsum der erste Schritt in eine Abhängigkeit sein. Kurzfristig wird mit dem Suchtmittel eine positive Wirkung erzielt, die oft als unbefriedigend empfundene Ausgangssituation wird kurzfristig verbessert. Aber die anschließende „Ernüchterung" lässt dann einen Teufelskreis entstehen, der Wunsch nach einem erneuten Rausch rückt für den Betroffenen immer mehr in den Lebensmittelpunkt.

Eine Suchterkrankung basiert auf einer Fehlsteuerung des Belohnungssystems im Gehirn, das Suchtmittel aktiviert verschiedene Botenstoffe, die zum Beispiel Wohlbefinden oder Euphorie auslösen. Dadurch lernt das Gehirn recht schnell, dieses positive Erlebnis wieder zu verlangen, denn ohne diesen Reiz entsteht ein Belohnungsdefizit und ein oft unkontrollierbares Bedürfnis nach der Substanz entsteht. 

Sucht ist also keine Charakterschwäche,
sondern eine Krankheit,
die im Gehirn nachgewiesen werden kann.

Suchtentwicklung und Toleranzentwicklung

Fast jede Sucht entwickelt sich durch Erfahrung und Wiederholung. Manche Substanzen erzeugen eine Toleranz, also muss man die Dosis ständig erhöhen. Und dann kommt die Gewohnheit hinzu: Bei Substanz-Konsum hat man immer öfter Lust auf die Wirkung und braucht sie schließlich in immer mehr Lebenslagen und Gefühlszuständen.

In der klassischen Therapie spricht man von Abhängigkeit, wenn 3 der nachfolgenden Kriterien erfüllt sind:

• Sie haben ein starkes und unwiderstehliches Verlangen, ein bestimmtes Rauschmittel einzunehmen,
• Sie können Menge, Zeitpunkt und Dauer der Zufuhr nicht mehr kontrollieren,
• Sie kümmern sich nur noch um die Beschaffung der Substanz ,
• Sie leiden ohne die Substanz unter körperlichen Entzugserscheinungen,
• Sie machen weiter, trotz bereits ersichtlicher gesundheitlicher oder sozialer Folgen,
• Sie müssen ständig die Dosis erhöhen, um dieselbe Wirkung zu erzielen,
• Sie verlieren das Interesse am Leben, müssen sich immer länger erholen.

Schätzungsweise gibt es in Deutschland:

  • ca. 16 Mio. Raucher
  • ca. 1,7 Mio. Alkoholabhängige
  • ca. 1,1 bis 1,4 Mio. Medikamentenabhängige
  • ca. 100.000 bis 150.000 Drogenabhängige („harte" Drogen wie Heroin)

Haben Sie jedoch Probleme nach psycholytischen oder psychedelischen Erfahrungen, lesen Sie bitte hier weiter.

 

Nicht-Stoffgebundene Abhängigkeiten

Als „Nicht-stoffgebundene Abhängigkeiten" sind:

  • Glücksspiel,
  • Computerspiel- oder Internetsucht
  • Arbeitssucht
  • Sexsucht.
  • Krankhaftes Stehlen (Kleptomanie)
  • Brandstiften (Pyromanie)

Hier treten nicht bei allen körperliche Abhängigkeitsanzeichen auf.

 

Meine Vorgehensweise

Ich kläre in der ersten Sitzung ab, wie schlimm die Sucht ist und verweise auf Behandlung in einer Klinik, wenn ich den Eindruck habe, dass eine wöchentliche Sitzung, noch dazu private Therapie für den Betroffenen nicht machbar ist.

Gerne stehe ich dann meinen Patienten besonders nach einem Klinikaufenthalt zur Seite, um die Auslöser der Sucht mit liebevollen und verständnisvollen Mitteln zu heilen. Mit den von mir benutzten Frage- und Imaginationstechniken bearbeite ich mit meinen Klienten mögliche Ursachen, auslösende Situationen sowie daran, dem Verstand automatisch neue Alternativen anzubieten, die schließlich dazu führen, dass die Sucht anders behandelt werden kann, wenn sie auftritt. Die meisten Süchtigen dürfen insbesondere bei Substanzen NIE WIEDER diese Substanz nutzen. Dies muss als Vereinbarung gelten und eingehalten werden. Schrittweise erarbeiten wir Möglichkeiten, und der Patient bekommt immer wieder Anregung und Unterstützung, um seinen Weg in ein Leben ohne die Sucht zurück zu finden. 

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Mein Wirkungskreis

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Heilpraktiker für Psychotherapie
in Schifferstadt auf jameda