Die Folgen aktenkundiger Psychotherapie

therapieterminEine „aktenkundige“ Psychotherapie – d.h. sie wurde verordnet und die Kosten von Ihrer Krankenkasse übernommen –kann Nachteile mit sich bringen, die nicht jedem gleich klar sind. Damit will ich nichts gegen eine kassenärztliche Psychotherapie sagen, denn bei schwerwiegenden psychischen Störungen kann eine private Psychotherapie für so manchen schnell finanziell zu belastend werden.

Der versicherungsrechtliche Nachteil des gläsernen Patienten

Der Pferdefuß der aktenkundigen Psychotherapie liegt darin, dass die Unterstützung der Krankenkasse weitreichende Aus- und Nachwirkungen für den*die immer gläserner werdenden Patient*in haben kann, über die Sie besser vorher informiert sind. Im folgenden Artikel 

Besonders gefährdet sind junge Menschen

Gerade junge Menschen, die noch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen wollen, sollten gut darüber nachdenken, ob sie nicht besser eine private Psychotherapie wählen, wenn ihre Probleme nicht so schwerwiegend sind.

Das Geschäft der Versicherungen

Versicherungen versichern nicht um zu helfen, sondern auch um Geld zu verdienen. Deshalb ist schon lange bekannt, dass mit psychischen sowie physischen Erkrankungen ein großes Geschäft zu machen ist bzw. hohe Kosten entstehen können. Genau deshalb verlangen sie dann häufig für längere Zeiträume deutlich erhöhte Beiträge und verweisen dabei auf das psychische Risiko. Versicherungen versuchen damit, ihr eigenes Risiko bei Vertragsabschluss zu mindern und verlangen, dass man sich auf Herz und Nieren prüfen lassen muss. Besonders empfindlich reagieren sie deshalb vor allem auf psychische Probleme in der Krankengeschichte. Gewöhnlich müssen psychische Erkrankungen der letzten 10 Jahren angeben werden!

Drohender Ausschluss von der Berufsunfähigkeitsversicherung

In zwischen sind bis zu 40 Prozent der Berufsunfähigkeiten auf psychische Erkrankungen zurückzuführen. Gibt es also längere Behandlungen, dann werden entsprechende Leistungen von der Versicherung vertraglich ausgeschlossen, es wird überhaupt kein Vertrag angeboten, oder die Kosten werden für einen längeren Zeitraum fast verdoppelt. So trägt dann der*die Versicherte das Problem selbst. Wobei es gleichgültig ist, warum Sie die Therapie tatsächlich benötigt haben! Psychosomatik als Grenzfall – bei Psychotherapie wird Ihnen oft die Gefahr des drohenden Selbstmords vorsorglich unterstellt.

Ein Beispiel:

Sie haben körperliche Schmerzen, z.B. im Rücken. Kann die Versicherung nachweisen, dass das eine psychische Ursache haben könnte, und die Psyche die Ursache ist, dann muss die Versicherung nicht aufkommen, da dies ja zuvor vertraglich ausgeschlossen wurde.

Fotolia 7963537 XSTherapien verschweigen ist keine gute Idee

Eine Therapie zu verschweigen kann sehr schwerwiegende Folgen haben: Bekommen Sie ein psychisches Problem, kurz nachdem Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung unterzeichnet haben, wird die Versicherung ein Gutachten anfordern, um herauszufinden, ob Ihr Problem nicht bereits vorher schon bekannt war. Teilweise werden man die Hausärzte von der ärztlichen Schweigepflicht befreit, so dass die Versicherung die notwendigen Informationen erhält. Der Versicherungsschutz für aktuelle und zukünftige psychische Erkrankungen wird dann komplett gestrichen.

Psychische Probleme können massiv Ihre Karriere behindern

Psychische Probleme von Kollegen und Vorgesetzten gehören zu gern diskutierten Themen. Bekannte Erschöpfungs-Probleme, Depressionen und Burnout können dazu führen, dass die Personalabteilung das Risiko vermerkt und einem von bestimmten „Belastungen“ verschont. Man mutet Ihnen verantwortungsvolle Tätigkeiten dann vielleicht nicht mehr zu, auch wenn es offiziell nicht wirklich ausgesprochen wird. Deshalb wird empfohlen, über psychische Erkrankungen oder eine Psychotherapie im beruflichen Umfeld eher Stillschweigen zu bewahren.

Natürlich ist das schwieriger, wenn Therapiestunden während der Arbeitszeit stattfinden. Deshalb ist es oft ratsam, anstatt von der Therapie zu sprechen, eine körperliche Behandlung wegen Rückenproblemen vorzugeben.

Ihre Vorgesetzten einzuweihen kann eine gute Idee sein, aber nur wenn Sie ihm oder ihr vertrauen können. Die gesetzliche „Fürsorgepflicht“ für Mitarbeiter kann den Genesungsprozess wirksam unterstützen, manchmal gibt es sogar betriebliche Hilfe und eventuelle überbrückende Arbeitsentlastung. Vorsichtshalber wäre es gut, ihn um Vertraulichkeit zu bitten. Manchmal kann man sich auch an den Betriebsrat wenden.

Kommt es zu stationären Aufenthalten oder längeren Ausfallzeiten, ist es manchmal auch sinnvoll, die wahren Gründe bei psychischen Erkrankungen zumindest zu verschleiern. Es gibt aber keine Pi-mal-Daumen-Regel dafür. Schließlich könnten Sie dann doch Unterstützung durch Ihren Arbeitgeber brauchen.

Haben Sie vorher Fehlinformationen gestreut, kann das die gute Zusammenarbeit erschweren. Bei Krankschreibungen steht die Adresse Ihres Arztes auf der Bescheinigung.

Vorsicht auch bei anstehender Verbeamtung

Beamtenanwärter werden gewöhnlich durch einen Amtsarzt untersucht, der manchmal um eine Schweigepflichtentbindung bei Ärzten und Krankenkassen anfragt. Schwerwiegendere psychische Persönlichkeitsstörungen oder Psychosen bedeuten ziemlich sicher das Aus für eine Verbeamtung.

Wenn Sie also vorhandene oder zurückliegende relevante psychische Störungen verschweigen oder verheimlichen, kann das zu ihrer Entlassung führen. Auch der Staat möchte sich keine unnötigen Kosten aufhalsen lassen.

Die Vorteile von privat finanzierter Psychotherapie oder Coaching

Die private Therapie wird vor allem dann vorgezogen, wenn

  • eine zeitweilige persönliche Krise entstanden ist, die keine 20-40 Stunden Therapiesitzungen benötigt.
  • wenn man keine Zeit hat, bis zu einem Jahr auf einen Therapieplatz zu warten, was heutzutage leider immer mehr zur Regel wird.
  • wenn man mit den herkömmlichen Therapien selbst nach mehreren Versuchen langjährig nicht wirklich zu einer Lösung gekommen ist.
  • wenn man flexiblere Termine am frühen Morgen oder nach den üblichen Bürozeiten benötigt, damit man beruflich keine Nachteile erfährt

Diese Sitzungen werden, wenn sie nicht eingereicht werden, auch nicht aktenkundig bei ihrer Krankenkasse oder Ihrem Arzt. Sie sind also nicht bekannt. Für berufliche oder private Krisen ziehen heute viele Menschen vor, zu einen Coach oder Heilpraktiker für Psychotherapie zu gehen. Meist haben diese sich auf bestimmte Themen spezialisiert und haben aussagekräftige Internetseiten oder Bewertungen anderer Patienten, die Sie einsehen können. Sie gehen auch keine Verpflichtung ein, ist das erste Gespräch nicht in Ihrem Sinn, dann können Sie ohne große Formalitäten weitersuchen. Viel eher als bei einer Therapie, auf die sie fast ein Jahr gewartet haben, können Sie hier auch Ihr Gefühl und ob die „Chemie“ zwischen Ihnen stimmt, herausfinden.

93958177 notfallGerade bei Themen wie Dauerstress, Schlafstörungen, Erschöpfung und Burnout können mit deutlich weniger und effektiveren Sitzungen und anderen Methoden als reiner Gesprächstherapie schnelle Abhilfe schaffen.

Ich helfe Ihnen gern und bin seit vielen Jahren auf genau diese Themen spezialisiert!

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