Integration & Nachsorge

nach und zwischen psycholytischen Therapieerlebnissen

Wie man neuerdings in den Medien verfolgen kann, gibt es eine hauptsächlich von den USA ausgehende sogenannte „Third Wave“ der psychedelischen Therapie zur Persönlichkeitsentwicklung und viel neue Forschung zum Thema „Psycholytische Therapie“, u.a. in der Schweiz, Spanien und Großbritannien).

Was bedeutet „Psycholytische Therapie“, „Psycholyse“ oder „substanzgestützte Therapie“?

In wenigen Einzelsitzungen steht der Patient, begleitet von 1 oder 2 ausgebildeten Psychotherapeuten, unter dem Einfluss von psychotropen Substanzen wie z.B. LSD, MDMA, Psilocybin oder Ayahuasca. Das Ziel ist meistens, im durch die Substanz bewusstseinserweiterten Zustand bis dato unlösbare Probleme zu heilen: z. B. um Depressionen, Angst zu sterben, Posttraumatisches Belastungssyndrom oder Clusterkopfschmerzen, die weder medizinisch durch die üblichen Psychopharmaka oder Psychotherapie geheilt werden konnten.

Diese Methode ist derzeit nur im Rahmen von Doppelblindstudien legal z.B. bei Dr. Peter Grasser in der Schweiz, 2007 erhielt er eine Bewilligung für eine LSD-Studie bei Patientinnen mit Angstzuständen bei lebensbedrohenden Erkrankungen. Die Ergebnisse seiner Forschung wurden publiziert. Ab 2014 wurden von den Schweizer Behörden auch Behandlungen mit LSD und MDMA auf Antrag im begründeten Einzelfall bewilligt. Seit April 2017 läuft ein Forschungsprojekt mit LSD unterstützter Therapie in Kooperation mit Prof. Dr. med. M. Liechti in Basel.

Warum sowas von sowas kommt

Wie heute jeder auf Wikipedia nachlesen kann, richten gerade die gesellschaftlich anerkannten Substanzen wie Alkohol und Nikotin deutlich mehr persönlichen und wirtschaftlichen Schaden an als der kontrollierte Einsatz von psychotropen Substanzen. Insbesondere die natürlich vorkommenden wie Marihuana, Psilocybin, LSA Samen und dgl. stehen der Menschheit seit Jahrtausenden zur Bewusstseinserweiterung und Heilung zur Verfügung.

Erst mit dem Christentum und seinen Verboten kamen diese Substanzen in Verruf, weil ihre Nutzung unter Todesstrafe gestellt wurde. So gerieten sie in Vergessenheit bzw. wurden nur heimlich im Untergrund angewendet. Als in den 50ern mit der Entwicklung von LSD und der Wiederentdeckung von Psilocybin ihre Wirkung neu erfahren werden konnte, hat sich dieses Wissen trotz aller Verbote und Strafen nicht wieder unterdrücken lassen.

Da der teilweise recht verantwortungslose und von den Medien angeheizte Umgang mit Drogen in den 60ern zu weltweiten Verboten führte, lagen danach für ca. 3-4 Jahrzehnte alle Forschung und Heilmöglichkeiten brach; alle laufenden Studien wurden abgebrochen, eingefroren, nicht weiter unterstützt. Verschwiegen wurde auch, dass durchaus politische und wirtschaftliche Interessen hinter den Verboten lagen und immer noch liegen.

Grausame und sinnlose Verbote

Diese Verbote führten dazu, dass Ärzte Menschen mit Krankheiten wie z.B. den unheilbaren und entsetzlichen Clusterkopfschmerzen oder Todesangst nicht helfen durften, obwohl das durch Therapien mit nicht suchterzeugenden Drogen wie Psilocybin, LSD, MDMA und Ayahuasca theoretisch möglich gewesen wäre.

Ärzte konnten somit entweder zu illegalen Maßnahmen greifen und die Substanzen trotzdem verabreichen oder die Patienten mussten ihre Todesangst oder grausamen Schmerzen behalten. U.a. führte dies dazu, dass sich im Schnitt pro Jahr in USA 20000 Kriegsveteranen wegen des Posttraumatischen Belastungssyndroms das Leben nehmen.

Doch inzwischen werden weltweit mehr seriöse klinische Studien genehmigt und veröffentlicht, die belegen, dass durch die folgenden Substanzen im richtigen Set oder Setting* z.B.

  • das Posttraumatische Belastungssyndrom nachweislich geheilt werden kann
  • Psilocybin bei unheilbaren Krankheiten wie Clusterkopfschmerzen Linderung bringt und bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Todesangst gute Dienste leistet
  • LSD bei Depressionen und Alkoholabhängigkeit Heilung bringen kann
  • Marihuana bei Schlafstörungen, Stress und Krebserkrankungen helfen kann
  • Iboga suchtheilend wirken kann
  • Ayahuasca Sucht, Depressionen, PTSD uvm. heilen kann

*Set und Setting nennt man die klare Anleitung für eine liebevolle, persönliche und zur Heilung verhelfende Begleitung sowohl in einer Gruppe als auch in Einzelsitzungen in einem geschützten und sicheren Rahmen.

Folgen des illegalen Status psycholytischen Substanzen

Der illegale Status von nicht suchterzeugenden psycholytischen Substanzen hat nicht dazu verholfen, dass weltweit weniger davon im Einsatz sind, eher das Gegenteil ist der Fall! Und es besteht auf der legalen wie der illegalen Seite großes Interesse daran, diesen Status zu erhalten.

Jugendliche haben heute einen derart leichten Zugang zu diesen Substanzen, dass missbräuchliche Nutzung an der Tagesordnung ist, fehlt es doch sowohl am Wissen als auch dem Vermögen, den vernünftigen, zielführenden Umgang damit zu praktizieren.

Im Therapiealltag begegnen mir leider immer öfter Jugendliche, die schwer unter den Folgen ihres Missbrauchs von psycholytischen Substanzen leiden – sei es mit Marihuana, dem Mischkonsum verschiedener unbekannter Drogen oder Psychedelika. Sie werden z. B. von Panikattacken heimgesucht, fühlen sich fremd in ihren Körpern, erleben Flashbacks, und dies noch Jahre nach dem Absetzen. Sie können ihr Leben nicht mehr beschwerdefrei leben. Manche bleiben für immer zutiefst traumatisiert und krank, müssen immer wieder Klinikaufenthalte hinnehmen oder landen dauerhaft in psychiatrischen Einrichtungen. Ihre Eltern sind derweil uninformiert und hilflos.

Der lange praktizierte Weg in der klassischen Medizin bestand und besteht darin, diese Symptome mit Psychopharmaka zu kontrollieren und, wenn möglich, zu unterdrücken. Es gibt noch immer unzureichendes Wissen über die Integration des Erlebten, was manchmal weit außerhalb des Spektrums liegt, das Erwachsene ohne Drogenerfahrungen auf dem Gebiet der psycholytischen Substanzen nachvollziehen könnten.

Illegale psycholytische Gruppentherapie

Und doch gibt es ein immer stärker anwachsendes Angebot an illegalen Gruppen, in denen mal mehr oder weniger seriös eine psychedelische Erfahrung für Erwachsene angeboten wird, die sich mit den unterschiedlichsten Themen auf diese Weise auseinandersetzen wollen, wie z. B.

  • depressive Verstimmungen heilen
  • spirituelle oder allgemeine Sinnsuche
  • Selbsterfahrung
  • Problemlösung
  • Suchtheilung

In diesen, derzeit in Deutschland illegalen Gruppen nimmt man meist an Wochenenden 1-3 x hintereinander an solchen Zeremonien  – häufig im benachbarten Ausland – teil. Die Teilnehmerzahl kann von 10 bis über 100 variieren.

Es gibt in einem gesetzlich nicht geregelten Umfeld immer wieder schwarze Schafe, und so kann man auch schon auch einmal der Willkür eines unseriösen, unerfahrenen oder sektiererischen Gruppenleiters ausgesetzt sein. Häufig erfahren Gruppenteilnehmer keinerlei Nachsorge und haben auch kein Umfeld, das die Erfahrungen des Erlebten integrieren hilft. Die Gruppenleiter selbst sind häufig aus Zeitgründen nicht in der Lage oder willens, eine Nachbetreuung bzw. Integration anzubieten.

Ein zu diesen Erlebnissen und evtl. erfahrenen Traumata aufgesuchter „normaler“ Psychotherapeut ohne Erfahrung auf dem Gebiet der bewusstseinserweiternden Substanzen kann hier nicht zuverlässig weiterhelfen. Vielleicht verschlimmert er sogar die Folgen, indem er aus Unwissenheit die gemachte Erfahrung des Hilfesuchenden unterdrückt, klein redet oder bei diesem womöglich ein schlechtes Gewissen erzeugt. So kann sich das erlebte Trauma vertiefen, zutiefst Erlebtes sich infrage stellen und den Patienten somit schwer verunsichern.

Mikrodosierung, um „HEIL“, aber nicht „HIGH“ zu sein

Mikrodosierung bedeutet heute, dass man ein Zehntel oder wenig mehr einer üblichen Dosis von z.B. LSD oder Psilocybin ca. 1-2 x pro Woche und idealerweise mit Hilfe eines Vorher-Nachher-Protokolls einnimmt.

Hierfür stand auch Steve Jobs, der den Einfluss von LSD bei der Entwicklung der Apple Ideologie öffentlich verkündete, auch wenn er später seinen Drogenkonsum beendete.

Der neue Drogentrend im Silikon Valley und überhaupt in der Technologieentwicklung ist ebenfalls die Mikrodosierung, die zu mehr Kreativität, besserer Konzentration und deutlich mehr Flow führen soll. Es ist den Erfolg heischenden Kaliforniern scheinbar gleichgültig, dass keine Studien vorliegen, die über die Langzeitwirkung Auskunft geben. Hauptsache, es geht ihnen im Augenblick gut – und das tut es seit Jahren und die positiven Berichte nehmen zu!

Eine unaufhaltsame Entwicklung setzte in den USA auch das ausführlich in der New York Times vorgestellte Buch von Ayelet Waldmann ”Ein richtig guter Tag“ in Gang: Mit dem Untertitel ”Wie Mikrodosing meine Stimmung, meine Ehe und mein Leben rettete“ handelt es von einer Strafverteidigerin, die sich in kurzer Zeit von ihren zerstörerischen Stimmungsschwankungen mit Hilfe mikrodosierter LSD-Gaben selbst heilen konnte.

Mein persönlicher Standpunkt

Ich habe selbst von der strengen Erziehung in den 60ern insofern PROFITIERT, dass ich in meiner Jugend außer mit Alkohol und Zigaretten keine Drogenerfahrungen machte. Und ich schlug freiwillig einen weiten Bogen um Drogen, und heute erst verstehe ich, wie gut das für mich war. Damals wäre ich sicher ebenso leichtsinnig umgegangen, wie es heute viele Jugendliche tun - auch wenn das Angebot heute deutlich breiter und gefährlicher ist als in den 60ern und 70ern..

Und doch interessiere ich mich seit einigen Jahren für neue Entwicklungen auf dem Gebiet der bewusstseinserweiternden Substanzen und habe inzwischen seriöse, glaubhafte und unter strengsten Bedingungen abgehaltene Studien-Ergebnisse verfolgt.

Diese ließen mich auch meine anerzogene Meinung, dass alle Drogen generell Teufelszeug sind, von dem man sich besser fernzuhalten hat, langsam aber gründlich ändern: So ist z.B. bekannt, dass der Konsum von Alkohol und Zigaretten nach psychedelischen Erfahrungen häufig freiwillig nachlässt! Der Psychiater und ehemalige Regierungsbeauftragte Dr. David Nutt hat hierzu inzwischen sehr bekannte Studienergebnisse freigegeben, die der deutsche Hanfverband 2017 veröffentlichte:

Woher kam mein Interesse?

Ich suchte nach Hilfe für einen Patienten, der unter dem posttraumatischen Belastungssyndrom litt: Er war jahrelang erst gar nicht, dann falsch und vor allem gleichgültig behandelt worden. Meine therapeutischen Möglichkeiten gerieten hier leidvoll an ihre Grenzen. Und so stieß ich auf die Behandlungserfolge von MAPS in den USA bei PTSD. Mein Patient konnte das nicht für sich nutzen, da es hierzulande illegal ist.

Ich habe infolge mehrere Kongresse zu den Heilungsmöglichkeiten der nicht süchtig machenden Drogen im In- und Ausland besucht. Und mit über 50 habe ich mir wie der Schriftsteller Michael Pollan erlaubt, auf seriöse und bewusste Weise – dort wo es legal ist - eigene Erfahrungen auf diesem Gebiet zu sammeln. Man kann sich hier m.E. keine theoretische Meinung bilden! Diese eigenen Erfahrungen sowie die anderer führen heute dazu, dass ich mich entschlossen habe, hiermit eine Nachbetreuung für Betroffene anzubieten.

Es ist derzeit allen Psychotherapeuten in Deutschland verboten, eine psycholytische Therapie anzubieten. Daran halte ich mich!

Was kann ich also tun? Was biete ich an?

Jedoch ist es legal, einen Menschen, der solche Gruppen besucht(e) und Erlebnisse positiver oder negativer Art (also einen sog. "bad Trip") mit Ayahuasca, LSD, MDMA oder Psilocybin oder dgl. hat, die er gern integrieren möchte, hinterher zu betreuen und auch zwischen solchen Erlebnissen wohlwollend zu begleiten.

Genau darum geht es mir in diesem Beitrag. Ich biete also niemandem eine psycholytische Therapie oder gebe Adressen hierfür an, doch bin ich gerne bereit, Menschen vorzubereiten oder hinterher zu betreuen, die mittels einer solchen Therapie Hilfe suchten und nicht wirklich fanden, oder die ihre Erlebnisse gern begleitet verarbeiten möchten.

Nicht zuständig sehe ich mich für die Folgen suchterzeugender Drogen wie Heroin, Kokain, Crystal Meth etc. Diese Behandlung gehört in die Hände von spezialisierten Kliniken in Deutschland oder – wenn gewünscht oder bei letzterem erfolglos – z.B. Drogenentzugskliniken im osteuropäischen Raum, die ebenfalls mit suchtheilenden Substanzen wie Iboga oder Ibogaine arbeiten, das jedoch in Deutschland nicht angeboten wird, aber auch nicht illegal ist.

Folgendes ist mir besonders wichtig zu sagen: Ich bin NICHT dafür, dass jeder jederzeit problemlos an diese Substanzen herankommt, denn dass wir Menschen damit oft nicht umzugehen wissen, ist hinreichend bekannt. Ich bin jedoch für die Freigabe im Rahmen einer medizinischen Behandlung. Ich wünsche mir die Ausbildung von Therapeuten und Medizinern auf dem Gebiet der bewusstseinserweiternden Substanzen – was löblicherweise weltweit inzwischen dank der Initiative der Gruppe MAPS in USA und vielen Medizinern weltweit nun auch in Deutschland begonnen hat.

Gerne lerne ich seither fortlaufend u.a. von Dr. Stan Grof, Dr. Roland Griffiths, Dr. Rick Strassman, Dr. Gabor Maté, Dr. Peter Gasser, Dr. Friederike Meckel, etc.. Viele Beiträge hierzu sind gerade von den genannten Ärzten und Psychiatern heute frei auf Youtube verfügbar. Auch verweise ich für umfassend Interessierte gern auf die 5/2018 neu erschienene umfassende Recherche des bekannten Schriftstellers Michael Pollan „How to change your mind“, derzeit nur in englischer Sprache erhältlich.

Umfassende Informationen und viele glaubwürdige Literaturhinweise nebst neuesten Forschungsergebnissen bieten hierzu auch die Psychedelische Gesellschaft Deutschland und die Gruppe MAPS (Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies) an, die viele auch deutschsprachige Beiträge von Kongressen und Symposien von seriösen Wissenschaftlern, Psychiatern und Forschern auf Youtube und veröffentlicht haben. Auch die internationale Vortragsseite TED hält zu diesem Thema eine Playlist bereit.

Lesenswerte Artikel hierzu findet man auch bei GEO Nr. 06/2017 unter dem Thema „Heilsamer Rausch - Drogen als Medizin: Wie Cannabis, LSD und Ecstasy Kranken neue Hoffnung schenken“.

Wichtige Tipps für eine gute Erfahrung zur Vorbereitung und Integration:

Es gibt keine generellen Regeln für die Anwendung. Klar sollte sein, dass es hier wirklich nicht darum geht, HIGH zu sein, sondern HEIL zu werden im Hier und Jetzt. Deshalb sollte auch der Abstand solcher Sitzungen klug und überlegt gewählt sein, für Anfänger reichen meist durchaus 1-2 Sitzungen im Jahr, wenn diese hinterher gut integriert werden.

Vorbereitung von A-Z:

  • Es ist gut und wichtig, in eine Selbsterfahrung mit psychotropen Substanzen - sei es einzeln oder in der Gruppe - gut vorbereitet zu gehen!  (In USA bereitet man z.B. an der Johns Hopkins Universität todkranke Angstpatienten oder vom posttraumatischen Belastungssyndrom Betroffene bis zu 8 Einzelstunden lang auf eine Einzelsitzung vor!)
  • In den Tagen oder der Woche vor der Sitzung wird häufig eine Ernährung frei von tierischem Eiweiß sowie möglichst koffeinreduzierte und alkoholfreie Ernährung sowie ausreichend Schlaf empfohlen.
  • Befindet man sich aktuell in einem Stimmungstief oder einer akuten Krise ist von einer psychedelischen Sitzung eher abzuraten, sie könnte alles verschlimmern.
  • Wenn man Psychopharmaka nimmt, sollte man diese mindestens 3 Wochen lang abgesetzt haben, um eine sichere Sitzung erleben zu können, andernfalls riskiert unangenehme Erfahrungen, die manchmal lange dauern bis sie verarbeitet sind.
  • Man sollte sich, wenn irgend möglich, gut über den Gruppenleiter informieren und überprüfen, ob die Empfehlung seriös und glaubwürdig ist.
  • Wie gut bereitet der Begleiter einem vor den Sitzungen vor?
  • Wie vertrauenswürdig findet man selbst den Begleiter? Ohne Vertrauen sind diese Sitzungen evtl. sehr schwierig durchzustehen!
  • Welche Themen möchte man für sich bearbeiten? Was beschäftigt einem aktuell, was beschäftigt einem schon lange oder schon immer? Hier empfehle ich eine gründliche schriftliche und/oder therapeutische Vorbereitung!
  • Ist die Bereitschaft vorhanden, sich seinen innersten Ängsten und Problemen wirklich zu stellen?
  • Ist das Verständnis vorhanden, dass unplanbare und unkontrollierbare Dinge erlebt werden können, die einem hinterher verändern, erschüttern, die Lebenssicht infrage stellen könnten?
  • Gibt es danach Ansprechpartner, wenn Erlebnisse tief verunsichern? Gibt es die Möglichkeit und Bereitschaft, evtl. aufkommende Probleme therapeutisch oder selbst nachzuarbeiten?
  • Grundsätzlich ist eine bereits bestehende meditative Praxis empfehlenswert, je eher der Verstand bereits gelernt hat, in Ruhe und still sein zu können, desto eher kann er mit schwierigen Situationen umgehen.
  • Ist die Bereitschaft vorhanden, auch ganz andere Dinge über sich zu erfahren, als man erwartet?
  • Für welche Substanz entscheidet man sich und warum? Ich empfehle sich voher zu informieren und es nicht einfach nur dem Gruppenleiter zu überlassen.
  • Wer hier die schnelle Lösung auf dem Weg zur Selbsterfahrung erwartet, wird meistens enttäuscht. Psychedelika können durchaus so manchen Weg erleichtern. Sie können ihn aber auch erschweren, insbesondere dann, wenn sie dazu verhelfen sollen, vor sich selbst zu flüchten.

Integration einer Psychedelischen oder psycholytischen Sitzung

Es ist ausgesprochen wichtig, der Integration des Erlebten im Anschluss viel Raum und Zeit zu geben. Es ist leicht gesagt, dass eine Sitzung sich anfühlt wie 10 Jahre Therapie, und das mag auch häufig so sein, doch hat man in diesen 10 Jahren viel Zeit gehabt, an den Themen zu wachsen. Es werden viele Sitzungen völlig verschwendet, weil der Teilnehmer keine Ahnung hat, wie er seine Erlebnisse in sein Leben integrieren kann.

Meine Empfehlungen sind:

  • Umgehendes detailliertes schriftliches Erfassen des Erlebten sowie ein Abgleich mit der Intention
  • Die Kernaussage des Erlebten summieren und mögliche Wege zur Alltagsintegration überlegen
  • Eine spirituelle Praxis einführen wie Achtsamkeit, Meditation oder Entspannung,
  • Was ist am Erlebten im eigenen Leben wirklich wahr und umsetzbar?
  • Welchen Träumen seines Herzens will man mit Hilfe dieser Sitzung(en) wirklich folgen? Und wie wäre das möglich?
  • Wie kann man sein Leben verändern, um diese Daseinszustände öfter in den Alltag ohne Substanz zu holen. Was braucht es im Innersten, das zu schaffen?
  • Wie erreicht man die Qualität der Beharrlichkeit und Mitte in seinem Leben?

Zudem möchte ich meine aufmerksamen Leser gerne auffordern, mir Ihre Geschichten zuzusenden, positiv wie negativ. Ich werde mir erlauben, eine Vorauswahl zu treffen, bevor ich diese - selbstverständlich anonym - als Kommentar veröffentliche.

 Und ganz wichtig ist mir dieser Disclaimer:

In keinem Fall möchte ich zum Konsum von illegalen Substanzen anregen oder diese empfehlen!!

Mein Wirkungskreis

Vor Ort in meiner Praxis
in Schifferstadt

Im Umkreis
Speyer, Ludwigshafen, Mannheim, Limburgerhof, Mutterstadt, Waldsee, Neuhofen, Böhl-Iggelheim, Hassloch

Grossraum Rhein-Neckar
Heidelberg, Weinheim, Germersheim, Karlsruhe, Bensheim, Heppenheim, Landau/ Pfalz, Neustadt/Wstr., Grünstadt, Frankental, Worms, Viernheim.

Online (Skype DE/EN)
Deutschland, Österreich, Schweiz

Heilpraktiker für Psychotherapie
in Schifferstadt auf jameda