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Selbstfürsorge
Selbstfürsorge bedeutet, sich bewusst um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern – sowohl auf psychischer als auch auf körperlicher Ebene. In dieser Kategorie widmen wir uns den kleinen und großen Schritten, die dir helfen können, dein Wohlbefinden nachhaltig zu stärken.
Warum ist Selbstfürsorge so wichtig?
Unser Geist und unser Körper arbeiten Hand in Hand. Vernachlässigen wir unsere Bedürfnisse, zeigt sich das oft in Form von Stress, emotionaler Erschöpfung oder körperlichen Beschwerden wie Verspannungen oder Schlafstörungen. Selbstfürsorge ist daher essenziell, um die Balance zwischen geistiger Klarheit und körperlicher Gesundheit zu erhalten.
Psychologisch gesehen hilft Selbstfürsorge, emotionale Resilienz aufzubauen, mit Stress besser umzugehen und ein gesundes Selbstwertgefühl zu fördern. Auf körperlicher Ebene ermöglicht sie Regeneration, stärkt das Immunsystem und schenkt uns mehr Energie für den Alltag.
Was dich hier erwartet
In dieser Kategorie findest du vielfältige Beiträge, die dir wertvolle Impulse für deine Selbstfürsorge geben. Von achtsamen Pausen und Atemübungen bis hin zu kleinen Veränderungen im Alltag, die dir helfen, wieder mehr auf dich selbst zu hören.
Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern eine grundlegende Voraussetzung für ein gesundes und erfülltes Leben. Sie schafft die Grundlage dafür, dass wir in belastenden Situationen stabil bleiben und Herausforderungen mit innerer Stärke begegnen können.
Ich lade dazu ein, die Beiträge zu entdecken und sich Inspiration für den ganz persönlichen Weg zu mehr Selbstfürsorge zu holen. Jeder hat es verdient, gut für sich sorgen zu dürfen! 💛
Newsletter 06/2026
Scham nach Trauma: Der stille Schatten der Vergangenheit
In den letzten Monaten haben wir betrachtet, wie Trauma Heilungswege prägt – über das Nervensystem, das innere Erleben, den Körper und die Fähigkeit, Grenzen zu spüren. Mit diesem Verständnis öffnet sich nun ein besonders sensibles Thema: Scham. Sie begleitet viele Menschen nach Trauma, oft unsichtbar, oft kaum benennbar – und doch wirksam in beinahe jedem Lebensbereich.
Vielleicht kennst du Momente wie diese:
• Du fühlst dich „falsch“, obwohl du rational weißt, dass du nichts falsch gemacht hast.
• Du vermeidest Situationen, Gespräche oder Nähe, weil sich etwas in dir „nicht gut genug“ anfühlt.
• Oder du reagierst stark auf Kritik, selbst wenn sie freundlich gemeint ist.
Diese Empfindungen haben selten mit dem Heute zu tun. Oft zeigen sie die leisen Spuren von Kindheitstraumata, die damals nicht verstanden werden konnten – und die sich später als Scham, Selbstzweifel oder innere Rückzüge zeigen.
Newsletter 05/2026
Trauma und Grenzen: Die Rückkehr zur Selbstachtung
In den vergangenen Monaten haben wir Schritt für Schritt betrachtet, wie Heilung aus Trauma beginnt: über das Verstehen deines Nervensystems, über den vorsichtigen Kontakt zu deinem inneren Erleben und über den Körper als erstes Tor der Entlastung. Jetzt kommen wir zu einem Thema, das viele Menschen beschäftigt – und gleichzeitig oft am schwierigsten ist: Grenzen.
Vielleicht kennst du Situationen wie diese:
• Du sagst Ja, obwohl in dir ein klares Nein spürbar ist.
• Du fühlst dich schnell überfordert, weißt aber nicht genau, an welchem Punkt es „zu viel“ wird.
• Oder du spürst deine Grenze erst, wenn sie längst überschritten wurde.
Wenn dir das vertraut vorkommt, bist du damit nicht allein. Grenzen sind kein Charakterproblem. Grenzen sind ein Nervensystem-Thema – und ein Trauma-Thema.
Warum Grenzen nach Trauma so schwer spürbar sind
Trauma – besonders wiederholtes oder frühes Trauma – zwingt das Nervensystem oft in Überlebensreaktionen, die Grenzen verwischen:
Newsletter 04/2026
Der Körper als Tor der Heilung
Körper In den letzten Monaten haben wir uns damit beschäftigt, wie Heilung aus Trauma beginnt: indem du dein Nervensystem verstehst und langsam wieder Zugang zu deinem inneren Erleben findest. Viele Menschen spüren an diesem Punkt eine natürliche Frage in sich: Warum reagiert mein Körper manchmal stärker als mein Verstand? Und warum zeigt sich Heilung oft zuerst im Körper, bevor sie emotional spürbar wird?
Vielleicht kennst du Momente wie diese:
• Du fühlst eine innere Anspannung, ohne zu wissen, woher sie kommt.
• Dein Körper „macht dicht“, obwohl du eigentlich ruhig bleiben möchtest.
• Oder du spürst plötzlich eine Entlastung – ein Ausatmen – ohne ersichtlichen Grund.
Diese Reaktionen sind kein Zufall. Der Körper ist nicht der letzte Ort, an dem Heilung ankommt – er ist oft der erste.
Warum der Körper ein Tor der Heilung ist
Trauma wird nicht allein im Kopf verarbeitet. Es speichert sich im Muskeltonus, in der Atmung, im Bindegewebe, in der Haltung, in subtilen Spannungsmustern. Der Körper erinnert sich – manchmal deutlicher als der bewusste Verstand. Viele Menschen versuchen, Heilung über reines Nachdenken zu erreichen. Doch der Körper hält oft die Schlüssel:
Newsletter 03/2026
Sich selbst wiederfinden nach Traum
In den letzten beiden Monaten haben wir uns damit beschäftigt, wie Heilung von Trauma beginnt: zuerst durch das Verstehen des Nervensystems, dann durch die Entlastung, die entsteht, wenn wir begreifen, warum unser Körper so reagiert, wie er reagiert. Darauf aufbauend widmen wir uns nun einem nächsten, sehr zentralen Schritt.
Viele Menschen berichten mir, dass sie sich nach einem akuten Trauma (Unfall, Übergriff, medizinisches Ereignis) nicht mehr als „sie selbst“ fühlen. Manchmal ist dieses Gefühl ganz deutlich, manchmal sehr subtil: eine innere Entfernung, eine gedämpfte Wahrnehmung, eine Unsicherheit darüber, wer man eigentlich ist. Es ist ein leiser Verlust, der oft erst spät erkannt wird – und der doch zu den zentralen Folgen traumatischer Erfahrungen gehört.
Vielleicht kennst du etwas davon:
- Du spürst deine Bedürfnisse kaum oder erst sehr spät.
- Es fällt dir schwer zu merken, was dir guttut und was dich überfordert.
- Du funktionierst, aber innerlich fühlst du dich nur teilweise anwesend.
Diese Erfahrungen sind keine „Charakterschwierigkeiten“. Sie sind Ausdruck eines Nervensystems, das gelernt hat, sich zu schützen, indem es die Verbindung nach innen reduziert hat. Und genau an dieser Stelle beginnt Heilung.