Cannabis ist nun als Medikament erhältlich

Der Weg für eine Cannabistherapie für schwer kranke Menschen ist geebnet. Der Bundestag hat am 19.1.2017 einen entsprechenden Gesetzesentwurf verabschiedet.

Sie finden z.B. in der Apothekenrundschau einen umfassend informativen Artikel zu diesem Thema!

Hier einige der wichtigsten Stichpunkte: 

  • Cannabis gibt es für schwer erkrankte Patienten künftig auf Kassenrezept bei chronischen Schmerzen, Nervenschmerzen, MS, Rheuma, Krebs und Aids-Erkrankungen
  • Cannabis verbessert die Schmerzkontrolle, Menschen verlernen ihre Pein
  • Der Anbau wird künftig durch eine staatliche Agentur kontrolliert, es gibt Blüten und Extrakte in Apotheken auf Kosten der Krankenkassen
  • Eigenanbau bleibt verboten
  • Ärzteschaft ist sich uneinig und viele sind nicht bereit, es zu verschreiben
  • THC haltiges Cannabis Daneben wirkt u.a. muskelentspannend sowie gegen Übelkeit und Brechreiz
  • CBD Öl (ohne Rauschmittel, legal erhältlich) ist entkrampfend, entzündungshemmend und brechreizlindernd
  • Cannabis ist kein Wundermittel für Jedermann
  • Cannabis kann bei Tourette Syndrom die Tics mildern
  • Cannabis hilft bei Appetitlosigkeit, Schlafstörungen und Atemaussetzern - aber nicht immer so gut wie andere Mittel
  • Einige Tumore stellen das Zellwachstum bei Behandlung mit Cannabis ein, ausführliche Studien fehlen noch
  • Mehrere Studien haben gezeigt, dass Cannabispräparate die Symptome chronischer Hautkrankheiten wie Ekzeme und Psoriasis (Schuppenflechte) lindern können. Das Endocannabinoidsystem scheint eine bedeutende Rolle bei der Regulierung verschiedener Schlüsselprozesse zu spielen, die an der Entzündung beteiligt sind. 

Mögliche Risiken von Cannabis-Konsum

  • Cannabis kann bei anfälligen Menschen zu Psychosen und Schizophrenie führen
  • Es ist ein Rauschmittel, kann abhängig machen 
  • Es fehlen ausreichende Studienergebnisse aufgrund des jahrzehntelangen Verbots
  • Die Wirkung ist psychisch unvorhersehbar, es können Angst- und Panikgefühle sowie fixe Ideen und Durcheinander im Kopf entstehen
  • das Kurzzeitgedächtnis wird gestört und es kann zu Erinnerungslücken kommen
  • Körpererleben - Herzrasen, Übelkeit und Schwindel können sich einstellen.
  • Ein Kreislaufkollaps ist möglich.
  • Langfristiger Konsum kann mit Risiken verbunden sein, Forschungsergebnisse widersprechen sich. 
  • Nutzung in der Puberät kann Gehirnentwicklung ungünstig beeinträchtigen und zu einer verzögerten Entwicklung führen.
  • Dauerhafter Cannabiskonsum kann zudem eine spezifische Abhängigkeit nach sich ziehen. Oft wird sie begleitet durch allgemeine Rückzugstendenzen bis hin zur sozialen Isolation.
  • Dauerhafter Cannabiskonsum hat eine Beeinträchtigung der kognitiven Leistungsfähigkeit zur Folge (Aufmerksamkeit, Konzentration, Lernfähigkeit)
  • Cannabis mit Tabak geraucht kann Krebserregend sein, was auf den Tabakkonsum zurückzuführen ist.

 

Macht Cannabis süchtig?

  • Regelmäßiger Cannabiskonsum kann zu einer milden psychischen und/oder körperlichen Abhängigkeit führen.
    Dies merkt man, wenn man erfolglos versucht, den Konsum zu reduzieren oder einzustellen. Sie erleben möglicherweise typische Symptome wie innere Unruhe, Nervosität, Ängstlichkeit oder Depressionen. Sichere äußere Anzeichen für eine Abhängigkeit gibt es nicht.
  • Vor Kurzem belegte die Forschung, dass der dauerhafte Konsum von Cannabis mit Toleranzentwicklung und Entzugserscheinungen einhergehen kann. Eine körperliche Abhängigkeit ist jedoch bei weitem nicht so stark ausgeprägt wie beispielsweise bei Alkoholikern. Eine psychische Abhängigkeit, die mit dem starken Wunsch verbunden ist, zu konsumieren, kann jedoch intensiv ausgeprägt sein. Betroffene Cannabiskonsumenten können den Konsum nicht mehr reduzieren oder haben bereits einige erfolglose Versuche hinter sich, den Konsum zu beenden. Man geht davon aus, dass etwa 4 - 7 Prozent aller Cannabiskonsumenten eine Abhängigkeit entwickeln.
  • Die Gefahr, abhängig zu werden, ist nicht für jede/n Konsumierende/n gleich. Je nach psycho-sozialen Risikofaktoren, kann eine Person mehr oder weniger gefährdet sein, eine Abhängigkeit zu entwickeln. Depressionen können das Risiko erhöhen, Cannabis im Sinne einer "Selbstmedikation" zu missbrauchen. Somit liegt das "wahre" Problem in vielen Fällen nicht primär in der Substanzwirkung, sondern in der psychischen Grundproblematik begründet.
  • Als ein wichtiger Risikofaktor gilt vor allem der frühe Einstieg in den regelmäßigen Cannabiskonsum: Je früher bereits regelmäßig Cannabis geraucht wird, desto wahrscheinlicher entwickeln sich später z. B. Abhängigkeitsprobleme. Als weitere Risikofaktoren sind auch der frühe Einstieg in den Zigaretten- und Alkoholkonsum zu nennen.
  • Studien erbrachten, dass nur ein sehr kleiner Teil der Cannabiskonsumenten auf andere Drogen umsteigt.

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