Wenn problematische Kinder und Jugendliche Hilfe sich nicht helfen lassen wollen

isaiah rustad HBABoZYH0yI unsplashEin weiteres Thema, das öfter auf mich zukommt, als man sich vorstellen möchte, sind die Anliegen notleidender Eltern von Jugendlichen. Seien es Drogenprobleme, Selbstverletzung, Magersucht, Liebeskummer, schulische Verweigerung, Cyberstalking,  Mobbingprobleme oder die gerade allgegenwärtigen LGBTQ-Themen und die damit einhergehende sexuelle Verwirrung – all das ist leider schon für Jugendliche häufiger ein Thema als es uns allen lieb sein kann.

Nicht jedes Kind oder jeder Jugendliche will sich behandeln lassen – also was tun?

Zuerst brauchen die Eltern Hilfe und eine neue Vorgehensweise

Ganz gleich wie alt das Kind ist, zuerst behandle ich das Problem der Eltern mit dem Kind und zeige Strategien auf, wie man damit anders umgehen kann. In sehr vielen Fällen genügt diese Strategie.

Merken die Kinder oder Jugendlichen, dass die Eltern positiv von ihren Erfahrungen bei dem Besuch sprechen, und ihr Verhalten ändern, ist in vielen Fällen die Tür bereits halb offen oder ein weiterer Besuch des Kindes nicht nötig.

Die Sitzungen von Kindern und Jugendlichen sind meist wesentlich kürzer, wobei Mädchen naturgemäß meistens etwas mehr Zeit für intensiveren Gesprächsbedarf benötigen.

Ist das Kind bockig und beginnt sogar vor der Tür sich zu weigern, ist klar erkennbar, dass es vor etwas Angst hat: Strafe, Schuldzuweisungen, Korrekturen. Erneut arbeite ich dann mit den Eltern, wie sie mit diesem Problem anders umgehen können. Und sehr häufig ist dann auch der nächsten Termin einfach machbar.

Denn sie sollen wollen

was sie sollen!

Und wenn die Kinder oder Jugendlichen in der Sitzung feststellen, dass es in keinster Weise darum geht, dass ich ihnen Vorschriften mache, sondern sie zum selbst denken, selbst entscheiden und sich selbst helfen anleite, steht weiteren Terminwünschen seitens der Kinder nichts mehr entgegen.

thomas park qnFFfsrxzIk unsplashÜberfürsorglichkeit und dem Verwöhnen

Am Schwierigsten für Eltern stellt sich häufig die Überfürsorglichkeit heraus. Es soll dem Kind immer besser gehen, es soll die Probleme der Eltern nicht haben, soll es leicht haben im Leben, weit kommen können, sich ungehindert entwickeln können. Das ist alles verständlich und nur gut gemeint. Es hat aber, wie alles im Leben, eine Schattenseite.

Dem liegt nämlich die häufig unbewusste Überzeugung der Eltern zugrunde, dass ihre vergangenen Probleme unnütz, unnötig und viel zu schwer für sie waren. Dabei übersehen sie, dass so manche Persönlichkeit sich an einer Herausforderung erst wirklich entwickeln kann. Und Kinder, die an keiner Herausforderung wachsen dürfen, außer an der, sich aus der zu engen Führung zu befreien, werden schnell aufsässig und unzugänglich und bleiben ein Leben lang misstrauisch!

Kinder, die nur verwöhnt werden, haben es im Leben oft sehr schwer. Ihre Erwartungen, dass das ein ganzes Leben lang so weiter geht, werden oft herb enttäuscht und sie haben keine Strategien entwickeln können, wie sie damit sinnvoll umgehen. Und dann wird sehr schnell und gern in die leichte Welt der Drogen geflüchtet.

Natürlich wollen wir unseren Kindern Traumata ersparen. Sie aber dafür in ein Glashaus zu sperren, bedeutet leider für das Kind kein gutes Leben. Es darf sich nur in einem sehr engen Rahmen bewegen, nie etwas falsch machen, es muss ihm immer gut gehen und es muss immer gut drauf sein, also FUNKTIONIEREN. Und diesen Druck halten Kinder nicht gut aus. Sie beginnen mit psychosomatischen Problemen, sei es Magersucht, Selbstverletzung oder im schlimmsten Fall sogar Drogen, um sich endlich einmal frei und selbstbestimmt fühlen zu können. Hier hilft nur eine längere Leine, auch wenn sie manchmal ein Risiko mit sich bringt.

Achtung Internet- und Handykontrolle!

Solange ein Kind minderjährig ist, dürfen Sie seinen Chatverlauf, Internetaktivitäten etc. kontrollieren und sollten das im Verdachtsfall auch tun. Cyberstalking und dubiose Internetbekanntschaften können schlimme Probleme verursachen! Doch auch hier kann man eher zur Selbsterziehung anregen als nur zu kontrollieren.

Ich hoffe, diese Strategien sind für Sie hilfreich. Solche Symptome kommen nicht über Nacht. Je früher man reagieren kann, desto höher sind die Chancen für eine Besserung.

Fotolia 7963537 XSIch helfe Ihnen gern! 

Sie können sich jederzeit in solchen Angelegenheiten gerne an mich wenden. 

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Heilpraktiker für Psychotherapie
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