Die erstaunliche Auflösung einer dramatischen Mobbing-Geschichte

Zu Unrecht beschuldigt

Vor etlichen Jahren berichtete mir ein junger Mann von einer ziemlich dramatischen und für ihn fürchterlichen Situation, in die er recht unwissend durch das Fehlverhalten eines vermeintlichen Freundes hineingeraten war. Dieser hatte mit Drogen gedealt und als es brenzlig wurde, machte er sich aus dem Staub und war nicht mehr aufzufinden, hinterliess nur Schulden bei jedermann, auch bei meinem Klienten. Daraufhin konzentrierten sich jedoch die Anfeindungen und Drohungen wegen fehlender Zahlungen von dem Flüchtigen auf seinen Freund, der damit nichts zu tun hatte. Es wurden sogar Morddrohungen geäussert, die er ernster als ich nahm.

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Bericht einer Klientin:
Meine Einsichten nach schlimmem Mobbing

Ich bin 46 Jahre alt und arbeitete seit meiner Ausbildung im Alter von 17 Jahren im selben Unternehmen. Ich fühlte mich wohl, machte meine Arbeit gern und war in das Sekretariat des Vorstandes aufgestiegen. Als die Arbeit immer mehr wurde, sollte ich Unterstützung bekommen. Ich freute mich auf die neue Kollegin und war sogar beteiligt, sie mit auszusuchen.

Doch kurz nachdem sie begonnen hatte, begann sie damit, immer mehr an sich zu reissen und ich bekam mit, wie sie hinter meinem Rücken schlecht über mich sprach. Das bereitete mir viel Stress und ich wurde von unserem Vorstand beruhigt und er versuchte, ausgleichend einzuwirken. Als jedoch nach 1 Jahr ein neuer Vorgesetzter kam, verstand sie es, sich als die Hauptperson in Szene zu setzen und der neue Vorgesetzte spielte mit. Sie verweigerte mir Informationen und trieb mich an den Rand der Verzweiflung. Er setzte mich unter Druck, stellte bedrohliche Fragen, sagte mir nicht, welche Fehler er mir vorwarf. Ich wusste nicht mehr wohin mit diesem Druck. Es schien den beiden Spass zu machen. Und natürlich machte ich deshalb dann auch mal einen Fehler und wurde immer unsicherer und langsamer, weil ich mich bei jeder Tätigkeit nach allen Seiten absichern musste. Meine Kollegin liess keine Gelegenheit aus, noch so kleine Fehler hervorzuheben und vor anderen anzuprangern.

Über einen Zeitraum von über 3 Jahren wurde ich von ihm und ihr so systematisch demontiert und erlebte die tiefste Verunsicherung meines ganzen Lebens. Deshalb entwickelte ich viele Stress-Symptome, konnte nicht mehr schlafen, kaum noch an etwas anderes denken, hatte ständig das Bedürfnis, mich zu verteidigen. Ich wurde depressiv, weinte viel und mein Hausarzt schickte mich zum Neurologen und der verabreichte Psychopharmaka. Doch damit war mir leider nicht geholfen. Ich vertrug sie nicht und sie änderten ja auch nichts an der Situation. 

Meine Familie begann, sich große Sorgen um mich zu machen. Als ich nach einem Zusammenbruch schliesslich arbeitsunfähig krankgeschrieben wurde fühlte mich nur noch degradiert und mir war, als wäre ich niemals etwas wert gewesen. 

Deshalb kam ich zu Ihnen und in nur 3 Sitzungen konnte ich erkennen, wie viele Wachstumsmöglichkeiten diese Situation mir bot. Ich war immer ein sanfter, liebevoller und freundlicher Mensch und hatte mich nicht zu wehren gewusst. Durch die gemeinsam entwickelte Strategie fasste ich den Mut, das Gespräch auch mit einem neuen Vorgesetzten noch einmal zu suchen. Er stimmte meiner Versetzung innerhalb des Unternehmens zu. Ich bin völlig erleichtert und gehe wieder mit Freude zur Arbeit, kann wieder schlafen! Ich war so erleichtert, dass es so schnell ging, damit hätte ich niemals gerechnet.

Folgende Erkenntnisse sind mir besonders wichtig:

  • Ich muss das Verhalten anderer nicht nicht als Degradierung meiner Persönlichkeit sehen, ich konnte diese mich kränkende und kleinmachende Perspektive loslassen. Mein Selbstwert ist wieder hergestellt und stabiler als vorher. Ich bin aber auch vorsichtiger geworden.
  • Ich habe vor allem auch gelernt, wie ich mit gewaltfreier Kommunikation für mich einstehen kann. Das war mir neu, ich hatte mich zu sehr angepasst, und angenommen, man möge mich nicht, wenn ich sage, was ich denke! Heute kommuniziere ich kürzer, klarer und vertraue mir wieder viel mehr. 
  • Ich habe es mir selbst schwer gemacht, weil ich glaubte, an meiner Position festhalten zu müssen, obwohl ich mich mit dem Vorgesetzten gar nicht wohl fühlte. 
  • Ich habe mir eingeredet, man würde mich entlassen, was nach so langer Betriebszugehörigkeit ohne eine einzige Abmahnung ja völlig unmöglich wäre. Davon bin ich kuriert, ich kenne jetzt meine Rechte.
  • Ich hege keine Rachegedanken mehr, sie haben eine schreckliche Wirkung auf mein Innerstes gehabt. Deshalb kann ich es jetzt bei denen lassen, die glaubten, sich so verhalten zu müssen. Mich mag ich, wenn ich freundlich und klar bin. Und ich wollte niemals so viel Leiden bei einem anderen Menschen erzeugen, wie man es bei mir getan hat. Diese Seite von mir als eine Kraft zu sehen und nicht als eine Schwäche, hat mir besonders geholfen!
  • Ich würde nie wieder so lange aushalten, ohne mir professionelle Hilfe zu suchen!

Mobbingkisten

 Mobbing findet überall statt. Es unterteilt die Menschen in Opfer und Täter. Häufig geraten Betroffene so in eine Opferhaltung, aus der sie nicht mehr herausfinden, sich durch ständige Schuldzuweisungen zu verteidigen suchen, sich durch häufiges darüber Reden zu entlasten suchen und leider geraten Sie gerade durch diese Beschäftigung mit dem Verursacher immer tiefer in eine selbstzerstörerische Spirale hinein. 

Wie heisst es so schön: alles hat mindestens 2 Seiten! Deshalb beschreibt mir so manch ein ehemaliges Mobbingopfer, zu welchen wichtigen Einsichten und Veränderungen das Mobbing im Nachhinein führte. Ihre Geschichten dürften also anderen Betroffenen helfen, zumindest die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass das Ganze auch eine gute Seite haben könne, auch wenn man gerade noch kein Licht am Ende des Tunnels erkennen kann.

Fotolia 62061851 XS Hände Machen Sie mit!

Schreiben Sie mir Ihre eigene Geschichte über Ihre Erfahrungen rund ums Thema Mobbing, sowie das darin für Sie enthaltene Geschenk als Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Machen Sie damit auch anderen Mut, die noch mitten in ihrer Krise stecken. 

Mein Wirkungskreis

Vor Ort in meiner Praxis
in Schifferstadt

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Heilpraktiker für Psychotherapie
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